Ein Case-Study-Film ist die längere, dichtere, sachorientierte Schwester des Testimonial-Videos. Wo das Testimonial mit einer einzelnen Kundenstimme arbeitet, erzählt der Case-Study-Film ein Projekt vollständig: Ausgangslage, Entscheidung, Umsetzung, Ergebnis. Er ist das Asset, das im B2B-Sales-Funnel ganz oben kompakt und ganz unten ausführlich landet – und beim mittleren Entscheider-Kreis den Unterschied zwischen Shortlist und Out macht.
In Branchen mit langen Sales-Cycles und vielen Stakeholdern – Industrie-Software, Maschinenbau, IT-Infrastruktur, Beratung, Finanzdienstleistung – reicht eine PDF-Case-Study oft nicht mehr. Entscheider wollen sehen: Wer steht hinter der Geschichte, wie sah das echte Umfeld aus, wie hat der Prozess wirklich funktioniert. Bewegtbild liefert diese Tiefe in einer Form, die schriftliche Texte nicht erreichen können.
Hinzu kommt: Case-Study-Filme sind hervorragend für Multi-Stakeholder-Buying-Center geeignet. Im B2B sind selten nur ein oder zwei Personen am Kauf beteiligt – häufig sind es fünf, sieben, manchmal mehr. Ein Case-Study-Film, der intern weitergeleitet werden kann, schlägt Brücken zwischen den verschiedenen Perspektiven (Geschäftsführung, Fachbereich, IT, Einkauf) und bringt alle auf den gleichen Wissensstand.
Längerer Markenfilm mit Multi-Stimmen-Erzählung – exemplarisch für eine Case-Study.
Wir bauen Case-Study-Filme typischerweise in einer 4-Akt-Struktur auf:
Anders als beim Testimonial-Video, das mit einer Stimme arbeitet, ist der Case-Study-Film typischerweise eine Multi-Stimmen-Erzählung. Wir interviewen üblicherweise drei bis fünf Personen aus verschiedenen Rollen: Geschäftsführung oder Bereichsleitung (für die strategische Sicht), den fachlichen Lead (für die operative Sicht), einen Endanwender (für die Praxis-Sicht), gegebenenfalls Einkauf oder IT (für den Prozess-Blick).
Diese Mehrstimmigkeit ist es, was den Case-Study-Film von der reinen PR-Erzählung unterscheidet. Wenn drei verschiedene Personen aus drei verschiedenen Perspektiven im Wesentlichen dasselbe Bild zeichnen, entsteht beim Zuschauer ein Glaubwürdigkeits-Effekt, den keine zentrale Erzählung erreichen kann.
Tech-Branding mit Geschichte: Ausgangslage, Lösung, Ergebnis. Drei-Akte-Struktur.
Interviews allein machen keinen Case-Study-Film – sie sind das Skelett. Was den Film lebendig macht, sind die B-Roll-Aufnahmen: Drohnenflüge über das Werkgelände, Detail-Aufnahmen aus der Produktion, Mitarbeiter bei der Arbeit mit der neuen Lösung, vielleicht Zeitraffer-Sequenzen aus Server-Räumen oder Showrooms. Plus, je nach Branche, animierte Visualisierungen für abstrakte Prozesse oder Datenflüsse, die nicht direkt filmbar sind.
Wir planen B-Roll-Material immer parallel zu den Interview-Slots: 50 Prozent der Drehzeit fließt typischerweise in die O-Ton-Aufnahmen, 50 Prozent in B-Roll und Atmosphäre. Diese Balance ist entscheidend, weil ein Case-Study-Film, der zu 90 Prozent aus „Talking Heads" besteht, schnell ermüdend wirkt, egal wie gut die Inhalte sind.
Ein Case-Study-Film entsteht selten als einzelner Schnitt. Aus dem Drehmaterial liefern wir typischerweise:
Master-Version (4 bis 7 Minuten): Die vollständige Erzählung – für Website, Sales-Pitch, Konferenz-Einsatz, Investor-Relations.
Executive-Schnitt (90 bis 120 Sekunden): Verdichtete Version mit den stärksten Zitaten und Highlights – für E-Mail-Funnel, LinkedIn, erste Kontakt-Phase.
Multi-Snippet-Paket (15 bis 30 Sekunden je): Themen-Häppchen für Social Media, paid Ads, Newsletter. Häufig 5 bis 10 Stück aus einem Drehtag.
Standbild-Kacheln und Zitat-Visuals: Statische Marketing-Assets aus dem gleichen Material – damit der Drehtag mehrfach Wert schafft.
Wir starten mit einem Gespräch zwischen Kommunikation, Sales und uns: Welcher Case soll erzählt werden, welche Kunden-Personen sind geeignet, welche Botschaft soll am Ende stehen. Aus diesem Gespräch entsteht ein Treatment, das den Bogen des Films skizziert. Anschließend führen wir Vorgespräche mit den geplanten Interview-Personen – ohne Kamera, ohne Druck, einfach Story-Sammeln.
Den eigentlichen Drehtag (oder zwei Drehtage, je nach Umfang) planen wir präzise: Welche Locations, welche Reihenfolge, welche B-Roll-Slots. Am Drehtag arbeiten wir mit unserer Berliner Crew vor Ort beim Kunden – Kamera, Ton, Beleuchtung, Regie, Produktionsleitung. In der Postproduktion entstehen alle Schnittfassungen parallel, dazu liefern wir Untertitel und gegebenenfalls fremdsprachige Versionen.
Ruhige Bildsprache, ehrliche Erzählung – funktioniert auch in regulierten B2B-Märkten.
Wie lange dauert eine Case-Study-Produktion?
Typisch sind 8 bis 12 Wochen vom Briefing bis zur fertigen Auslieferung – inklusive Vorbereitung, ein bis zwei Drehtage und mehrere Schnitt-Iterationen mit Freigabeschleifen.
Wie überzeugen wir den Kunden, mitzumachen?
Wir liefern ein konkretes Briefing-Dokument für den Kunden mit Zeitplan, Inhalten, Aufwand und einem Beispiel-Film, damit der Kunde genau weiß, was er bekommt. Erfahrungsgemäß lassen sich Kunden auf Case-Studies ein, wenn sie sehen, dass ihre eigene Geschichte qualitativ präsentiert wird.
Was kostet ein Case-Study-Film?
Wir vermeiden auf der Website Festpreise, weil jedes Projekt eigene Anforderungen hat (Drehtage, Reisetage, Animations-Anteil, Sprachen). Auf Anfrage kalkulieren wir transparent. Größenordnung: deutlich höher als ein einfaches Testimonial, deutlich niedriger als eine Marketing-Werbekampagne.
Können wir den Case-Study-Film später aktualisieren?
Bei strukturellen Änderungen am Kunden-Setup ist meist ein Re-Shoot sinnvoll. Kleinere Aktualisierungen (Zahlen, Untertitel, Logo-Lower-Thirds) machen wir aus dem bestehenden Material ohne Re-Dreh.
Wo werden Case-Studies eingesetzt?
Auf der eigenen Website (häufig auf einer dedicated „Cases"-Page), in Sales-Pitches, in Investor-Relations, in Konferenz-Vorträgen, in E-Mail-Funnels und Paid-Social-Kampagnen. Aus einem Dreh-Paket entsteht ein Asset, das über Jahre genutzt wird.
Wir haben Case-Studies für Industriesoftware-Anbieter, Cloud-Lösungen, Beratungshäuser, Maschinenbauer und Service-Provider produziert. Erstes Konzeptgespräch ist kostenfrei und unverbindlich. Wenn Du einen Kundenprojekt hast, das zu einer starken Story werden könnte – schreib uns kurz die Eckdaten. Wir prüfen die Story-Qualität, schlagen das passende Format vor und kalkulieren die Produktion.