Filmproduktion: E-Bike Tour der Extreme in den USA

E-Bike Tour „Sand To Snow“ in den USA

feinfilm begleitete E-Bike Star Susanne Brüsch 10 Wochen lang insgesamt 5.000 km durch die USA. Nämlich von Kalifornien nach Colorado.

Der Fahrradtourtitel ist Programm. Von kalifornischen Traumstränden, über die Wüste Nevadas bis in die Eismassen Colorados – das war die Herausforderung dieser langen E-Bike Tour. Natürlich mit Unterstützung namenhafter Sponsoren wie 66North, ABUS, GoPro, Eureka, Giro und vielen mehr.

Und wer würde nicht liebend gern bei diesem Abenteuer dabei sein? Eben. Wir haben uns riesig gefreut, als sich pedelec adventures entschieden hat, die Tour 10 Woche lang von uns filmisch dokumentieren zu lassen.

Folgende Endprodukte waren angefragt:

  • ein Tour-Trailer
  • Kurzvideos für Vorträge
  • Regelmäßige Video-Tagebücher für den YouTube Kanal
  • weitere Kurzfilme für Sponsoren

Als Full Service Videoagentur war das Projekt wie für uns geschaffen. So kümmerten wir uns um die inhaltlichen, sowie organisatorischen Details; von der Drehvorbereitung bis zum fertigen Online-Video bei YouTube.

Was muss beachtet werden, damit so eine Filmproduktion erfolgreich produziert wird?

Mit der Kamera durch das Gebüsch und draufhalten? Doch ganz so einfach ist das nicht.

Einblick in die Vorbereitungen

Denn Vorbereitung ist alles. Folglich erarbeiteten wir zusammen mit der erfahrenen E-Bike Journalistin und Erfinderin des Worts „Pedelec“ Susanne Brüsch eine Liste von Herausforderungen. Diese könnten uns auf dem Abenteuer begegnen. Aber wenn wir vorbereitet sind, können wir sie filmisch meistern.

  • Temperaturen von -15 bis +41 Grad
  • gefährliche Tiere und Pflanzen
  • kleines Team
  • selten bis keine Möglichkeit Kamera-Akkus zu laden
  • Filmen unter Extrem-Bedingungen
  • Filmen beim Fahrrad-Fahren
  • die Mischung aus Planung / dramaturgische Vorbereitung und Reaktion auf Unvorhergesehenes vor Ort
  • permanente Qualitätskontrolle
  • Wartung der Technik
  • Daten-Sicherung und -backup
  • redaktioneller Überblick über die gefilmten Inhalte und verschlagworten des Rohmaterials

Die richtige Auswahl der Technik für die Reisedokumentation

Übrigens benötigt eine actionreiche Tour strapazierfähige Technik.
Doch nicht nur das Gehäuse der Technik muss gut verarbeitet sein, um der täglichen Extrembelastung standzuhalten. Auch die Kameras müssen spontan und schnell einsetzbar sein und auf den Punkt genau scharfe Bilder liefern. Dabei spielt die Auswahl und Zusammenstellung der Kameras eine entscheidende Rolle.

Unser Setup:

  • 1 Sony EX1
  • 1 Drohne
  • 5 GoPros
  • Smartphones
  • Canon 5D

Zeitplanung und Tagesablauf der Tour

Zuerst einmal – Früh aufstehen ist ein Muss. Denn Zeitrafferaufnahmen vom Sonnenaufgang und verschlafene Gesichter, die aus den Zelten gucken, sind dankbares Filmmaterial. Wer filmt, muss schon parat stehen, wenn andere erst aufstehen. Und dreht noch, wenn der Rest sich bereits in den Schlafsack kuschelt. Doch die Schönheit der Natur und die Extremen des Abenteuers hinterlassen auch auf den Gesichtern der Fahrer ihre Spuren.

Nach einem stärkenden Frühstück folgt das blitzschnelle Einpacken des Camps und das Anbauen der GoPros. Sie kommen in allen erdenklichen Posen an die Räder, auf Helme, an Arme, auf Handstative und auch an und in das Begleitauto. Und schon sind die Radfahrer im Morgengrauen auf den Bikes und wir im Begleitwagen. Manchmal filmen wir auch vom Bike aus. Auf Informationen des Reisemanagers ist Verlass. Folglich werden bildlich herrliche Spots rechtzeitig angefahren, um Flugaufnahmen zu realisieren und die Biker bei der Ankunft einzufangen. Denn nur so ist ein effizientes Material sammeln gewährleistet.

Vor der Mittagshitze in der Wüste sind wir entweder bereits am nächsten Ziel oder sie wird durch eine Pause überstanden. Material kopieren und konsequent Backups erstellen, ist mindestens so wichtig, wie der Schluck Wasser in der Wüste. Wir haben die voraussichtlich benötigte Speicherkapazität im Vorhinein errechnet, damit es nicht zu einem Engpass mit den Festplatten kommt, wenn es ins Nirvana geht. Denn dort gibt es kein Mediamarkt um schnell mal Datenspeicher nachzukaufen. Der Aufbau des Nachtcamps geschieht bestenfalls noch im Tageslicht, um nicht aus Versehen auf einen Skorpion oder Kaktus zu treten. Bei wunderschöner untergehender Sonne entstehen emotionale Interviews, Landschaftsaufnahmen und Produktshots.

Der Trip der Superlative in Zahlen

  • Strecke: 5.000 km
  • Höhenmeter: 57.000 m
  • Durchreiste Staaten: 5 (Kalifornien, Nevada, Arizona, Utah, Colorado)
  • Heißester Tag: 41°C in Moab
  • Kältester Tag: -5°C in Sierra Nevada
  • Höchster Punkt: 3,700 m Hagermann Pass, Rocky Mountains
  • Tiefster Punkt: -86m Bad Water Basin, Death Valley
  • Höchste downhill Geschwindigkeit: 85 km/h
  • Höchster Wasserverbrauch: 8 liters / day
  • Stärkster Wind: On Grand Canyon Highway zum North Rim (und zurück)
  • Stärkster Regen: Auf der Fahrt ins Death Valley vom Norden
  • Tiefster Schnee: hip-deep, Hagermann Pass
  • Tiefster Sand: Cross-country ride zwischen Jacob Lake (Arizona) und Cannonville (Utah)
  • Größte Überraschung: Das Vorfinden einer blühenden Wüste im Death Valley