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Animationsvideo vs. Echtbild-Video: Was ist das richtige für mich?

Kurzer Blick ins Internet. Animationsvideo auf LinkedIn, Animationsvideo auf YouTube, Animationsvideo auf jeder zweiten Unternehmenswebsite. Was ist aus dem guten alten Echtbild-Video geworden? Musst du jetzt auch ein Animationsvideo erstellen lassen? Finden wir es gemeinsam raus. So viel verraten wir dir schon jetzt: Beides kann funktionieren.

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Es klingelt: Einmal Animationsfilm, bitte

Mittwochmorgen. Wir sitzen mit einer heißen Tasse Kaffee am Schreibtisch und das Telefon klingelt. Ein potenzieller Kunde ist dran. Er hat in den letzten Wochen überall Erklärvideos gesehen. Jetzt möchte er auch eines für seine Dienstleistung haben. Am besten ein animiertes Video mit coolen Zeichnungen. Das sei aktuell voll im Trend, sagt er.

Was denkst du, passiert in so einer Situation? Wir nehmen die Steilvorlage dankend an, verhandeln die Konditionen und produzieren das x-te animierte Erklärvideo. Oder?

Nö, so einfach machen wir es uns nicht. Wir sprechen mit dem Kunden und erklären ihm in wenigen Minuten, warum ein animiertes Erklärvideo nicht immer die Lösung aller Probleme ist. Nach zehn Minuten ist oft klar: Ein Echtbild-Werbefilm muss her!

Genau diese Situation haben wir mit unserem Kunden Dieter Kiwus erlebt. Er schildert im Gespräch mit uns, warum er sich letztlich doch für ein Echtbild-Video entschieden hat.

 

 

Das Problem: Nicht jeder hat die gleichen Ziele wie Herr Kiwus. Du fragst dich daher sicherlich, welcher Weg für dich zielführend ist.

Wir beraten dich gerne von A bis Z. Erfahrungsgemäß wissen wir aber: Menschen wie du wollen sich erstmal ihre eigenen Gedanken machen. Sonst würden sie auch diesen Blogartikel nicht lesen.

Klar, falls du möchtest, produzieren wir für dich auch gerne ein animiertes Erklärvideo. Aber nur, wenn wir davon überzeugt sind, dass es für dich, dein Angebot und dein Ziel das Richtige ist.

 

Jetzt wird aufgeräumt: Der Mythos Animationsfilm

Gehen wir davor aber einen Schritt zurück. Wie kommt es aktuell zu diesem Hype um Erklärvideos im Animationsstil?

Räumen wir dazu mit den zwei gängigsten Vorurteilen auf:

Vorurteil #1: Erklärvideo = Animationsvideo.

„Das ist Paul. Paul hat ein Problem.“

Kommt dir das bekannt vor? Diese typischen Erklärvideos, bei denen der Charakter sprunghaft zwischen genau zwei Gesichtsausdrücken – tiefster Enttäuschung und absoluter Begeisterung – wechselt, sind längst vorbei.

Damit gewinnst du keinen Blumentopf. Und erst recht keine Kunden.

Außerdem: Ein Erklärvideo muss doch nicht immer animiert sein!

Wenn ein Produkt erklärungsbedürftig ist, dann erkläre es. Aber mach es nicht als Trickfilm, sondern erinnere dich z.B. an den Stil, in dem Dieter Kiwus sein Produkt erklärt hat. Oder entdecke in diesem Artikel noch weitere Möglichkeiten…

Du willst doch deine Kunden nicht langweilen und zum Gähnen bringen, oder?

Vorurteil #2: Animationsvideo = günstig.

Das ewige Ammenmärchen: Ein Animationfilm ist günstiger als ein Echtbild-Video.

Ja, ein animiertes Video kann sehr günstig sein. Aber genauso sieht es am Ende dann auch aus. Für ein hochwertiges Animationsvideo wiederum legst du schnell eine fünfstellige Summe auf den Tisch – und kommst damit bei gleichem Niveau nicht günstiger weg als bei einem Realfilm.

Was bei einem Animationsvideo an Drehzeit eingespart wird, fällt in der Animation am Computer an. Heißt: Nicht zwingend günstiger.

Ein Video allein reicht nicht mehr aus, um die Hauptattraktion auf dem Rummel zu sein, 2015 ist vorbei. Damals warst du schon ein Star, wenn du Videos überhaupt im Marketing eingesetzt hast. Heute muss es knallen!

 

Wann macht ein Animationsvideo Sinn?

Wenn du dich wohlüberlegt für ein Erklärvideo im Animationsstil entscheidest, dann hebe dich ab vom Standard. Wir zeigen dir fünf Beispiele.

Nummer eins: Detailreicher Animationsfilm

Was fällt dir auf? Korrekt: Details machen die Animation wertig, aber auch komplex und aufwändig:

  • Licht und Schatten
  • Feine Details wie Haare, Strukturen und Hintergründe
  • 3D-Elemente
  • Und – Augen!

Augen? Wichtiges Indiz! Wie tot oder lebendig wirken die Augen? Diese haben einen starken Einfluss auf die Sympathie eines Menschen. Das gilt auch im Film, ganz gleich ob Echtbild-Video oder Animationsfilm.

 

Nummer zwei: Animationsvideo mit eigener Farbwelt

Sagt dir der Begriff Neuromarketing etwas? Nein? Dann lies doch mal kurz nach.

Dein Kunde sollte deine Farben mit deiner Marke verbinden. So wie es im oben verlinkten Video von Zignals der Fall ist. Dadurch grenzt du dich mit einer eigenen Farbwelt positiv ab und brennst dich ins Gedächtnis deiner Kunden ein.

 

Nummer drei: Mischung aus Echtbild-Video und Animationsfilm

Das Video spricht für sich. Diese Art von Video ist extrem aufmerksamkeitsstark, aber auch sehr kostenintensiv.

 

Nummer vier und fünf: Animationsvideos mit Fotos ergänzen

 

Ziemlich lebendig, oder? Das Einbinden von Fotomaterial schafft Abwechslung und sorgt für einen individuellen Look.

 

Genug Videos – her mit den Fakten

So, Butter bei die Fische. Ein ansprechend produziertes Erklärvideo im Animationsstil funktioniert im richtigen Kontext. Wann macht es also Sinn?

Wenn du…

  • …abstrakte oder komplexe Zusammenhänge visualisieren Das ist oft bei Software der Fall – aber Achtung: Es gibt auch Softwarevideos, die als Realfilm, ergänzt durch grafische Einblendungen, zu Meisterwerken werden. Schau mal hier in diesen beiden Videos:
  • Geschichten erzählen willst, die die Realität verlassen und in eine Fantasiewelt eintauchen. Beispiel: Erklärungen für Kinder.
  • …jedes Detail planen Bei einem Animationsvideo kann jeder Pixel exakt dort erscheinen, wo du ihn haben willst, er tanzt genau nach deiner Pfeife. Bei einem Echtbild-Video bleibt immer ein letzter Funken Überraschung – trotz bester Planung.
  • …es gerne übertreiben willst. Beispiel: Ein Auftritt der Rolling Stones auf dem Mount Everest. Die Animation ist deutlich leichter als für ein Echtbild-Video mit einer gesamten Filmcrew, Mick Jagger & Co. in die Berge aufzubrechen.
  • kein Budget für Schauspieler ausgeben willst oder niemand vor die Kamera möchte. Klar: Wenn jeder im Unternehmen kamerascheu ist, wird es schwer. Aber selbst Recruitingvideos können animiert sein – das ist nicht die ideale Lösung, kann aber, clever und mit System gemacht, funktionieren. Wie in diesem schönen Beispiel:
Und wann entscheide ich mich für einen Realfilm?

Wie eingangs erwähnt, ist ein Echtbild-Video oftmals die effektivere Variante m B2B-Geschäft. Menschen lösen meist mehr Emotionen aus als animierte Charaktere (ja, ja, außer bei Disney, Pixar & Co.)!

Wann raten wir eher zu einem Echtbild-Video? Vier von vielen Anhaltspunkten:

  • Warst du schon mal von einem Business-Animationsvideo gerührt? Wenn Du im Business Emotionen transportieren willst und kein Disney-Budget hast, entscheide dich für Echtbild – die Realität macht emotional etwas mit uns, was keine Animation der Welt nachstellen kann.
  • Bist du Coach, Berater, Arzt oder Steuerberater? Müssen dir deine Kunden vertrauen? Deren Probleme löst nur Du selbst, kein Erklärbär. Deshalb wollen Sie auch DICH als Person kennenlernen und eine Entscheidung treffen. Dein Video ist dein erstes Date mit deinem Kunden!
  • Ist dein Unternehmen inhabergeführt? Das ist ein großer Pluspunkt und Wettbewerbsvorteil. Zeig ihn!
  • Bist du Gründer?
    Erzähle aus deiner Perspektive, mit deinem Herzblut von deinem Start-up. Dein Antrieb sagt viel darüber aus, wie du arbeitest.

 

Also was denn nun? Animationsfilm oder Echtbild-Video?

Es ist wie immer, wenn du vor einer Entscheidung stehst. Um den richtigen Weg gehen zu können, musst du dein Ziel kennen. Dann kannst du entscheiden.

Wir haben dir jede Menge Anregungen gegeben, Beispiele gezeigt und Gründe für und gegen Echtbild-Video und Animationsfilm gegeben. Und manchmal macht es sogar Sinn, beides zu kombinieren.

Jetzt bist du am Zug! Melde dich bei uns und wir wägen gemeinsam ab, welcher Stil (Animation oder Echtbild-Video) das richtige für deine Ziele ist. Gemeinsam bringen wir dein Video zum Knallen. Da wird Silvester einpacken können.